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Prinzz: Matcha wird zur Marke

Prinzz: Matcha wird zur Marke

Saskia Doll

Saskia Doll

22. Juni 2026

5 Min. Lesezeit

Munich Startup: Für welches Problem bietet ihr eine Lösung?

Sophie Prinz, Gründerin: Immer mehr Menschen suchen nach einer gesünderen und natürlicheren Alternative zu Kaffee und klassischen Energy Drinks. Gleichzeitig fehlt im Handel oft ein hochwertiges Matcha-Produkt für unterwegs. Mit Prinzz Matcha bringen wir die Qualität eines frisch zubereiteten Matcha Latte aus dem Café in ein praktisches Ready-to-Drink-Format. Unser Ziel ist es, natürliche Energie alltagstauglich zu machen ohne komplizierte Zubereitung, ohne Kühlpflicht und ohne Kompromisse beim Geschmack.

Spezialisierung auf Matcha

Munich Startup: Was könnt nur ihr Stand heute?

Sophie Prinz: Wir sind eine der wenigen Marken in Europa, die sich vollständig auf Matcha spezialisiert hat. Während viele große Unternehmen Matcha lediglich als Erweiterung bestehender Produktlinien sehen, bauen wir eine Marke, die ausschließlich für Matcha steht.

Besonders macht uns außerdem die Geschwindigkeit. Weniger als zwölf Monate nach Gründung stehen wir vor einer nationalen Edeka-Listung, obwohl unsere neuen Produkte gerade erst auf den Markt kommen. Gleichzeitig entwickeln wir bereits die nächsten Sorten. Gerade in unserer Phase ist es ein Vorteil, eher klein zu sein. Wir sind wie ein schnelles Segelboot: wendig, flexibel und nah am Markt. Die großen Konzerne haben mehr Ressourcen, aber wir können Entscheidungen oft innerhalb von Stunden treffen und nicht erst nach Monaten.

Munich Startup: Was war der Auslöser für die Gründung?

Sophie Prinz: Die Idee entstand Mitte 2025 aus einer persönlichen Erfahrung. Als 23-jährige Leistungssportlerin und Studentin war ich ständig unterwegs und auf der Suche nach einer gesunden Energiequelle für den Alltag. Kaffee war oft zu schwer oder führte zu Energieeinbrüchen, klassische Energy Drinks passten nicht zu meinem Lebensstil. Matcha war für mich die perfekte Lösung, allerdings meist nur im Café erhältlich.

Als ich gleichzeitig gesehen habe, wie stark Matcha weltweit wächst und wie wenig hochwertige Ready-to-Drink-Lösungen es in Europa gibt, wurde mir klar, dass hier eine echte Chance entsteht. Nicht nur für ein Produkt, sondern für den Aufbau einer völlig neuen Getränkemarke.

„Es geht immer irgendwie weiter“

Munich Startup: Gab es einen Moment, in dem ihr ans Aufgeben gedacht habt?

Sophie Prinz: Ja, gestern. Es gibt ständig Situationen, die schwieriger werden als geplant. Lieferketten, Finanzierung, Produktion, Handel oder einfach Dinge, die man vorher nicht kommen sieht.

Aber ich bin überzeugt, dass es immer irgendwie weitergeht. Manchmal schneller, manchmal langsamer. Manchmal geradeaus und manchmal mit ein paar Umwegen nach rechts oder links. Wenn die Vision stark genug ist, hilft Aufgeben sowieso nicht weiter. Dann sucht man die nächste Lösung und macht weiter.

Munich Startup: Woran würdet ihr in einem Jahr erkennen, dass ihr auf dem richtigen Weg seid?

Sophie Prinz: Wenn wir in einem Jahr nicht mehr erklären müssen, was Prinzz Matcha ist, sondern Menschen gezielt danach suchen. Wir starten aktuell mit der nationalen Edeka-Listung und bringen gleichzeitig neue Produkte auf den Markt. Wenn wir in zwölf Monaten erfolgreich in weiteren Handelsketten vertreten sind, Österreich und die Schweiz erschlossen haben und die ersten Millionen Einheiten verkauft wurden, wäre das ein starkes Zeichen.

Noch wichtiger wäre aber, wenn Konsumenten Prinzz Matcha als die Marke für Matcha wahrnehmen. Dann hätten wir den ersten Schritt geschafft, eine neue Getränkekategorie aktiv mitzugestalten.

Prinzz Matcha wurde 2025 von Sophie Prinz gegründet und entwickelt Ready-to-Drink-Matcha-Getränke für den europäischen Markt. Ziel ist es, die Qualität eines frisch zubereiteten Matcha Latte in ein alltagstaugliches Getränkeformat zu bringen.

Sophie Prinz studierte Forstwissenschaften und Ressourcenmanagement und bringt einen Leistungssport-Hintergrund mit. Die Idee für Prinzz entstand aus ihrer eigenen Suche nach einer natürlichen Energiequelle für Studium, Sport und Alltag. Das Unternehmen gründete sie allein und hält aktuell sämtliche Anteile an der Marke.

Munich Startup: Würdet ihr wieder in München gründen und warum?

Sophie Prinz: Ja, definitiv. München bietet ein außergewöhnlich starkes Netzwerk aus Unternehmern, Investoren, Universitäten und innovativen Marken. Gleichzeitig ist die Stadt international, trendaffin und offen für neue Konsumtrends. Viele spannende Partnerschaften, Kontakte und Chancen wären ohne dieses Umfeld vermutlich nicht so schnell entstanden.

Das richtige Kapital zur richtigen Zeit

Munich Startup: Bootstrapping oder Venture Capital?

Sophie Prinz: Das frage ich mich tagtäglich… Ich glaube nicht an ein „Entweder-oder“, sondern an das richtige Kapital zur richtigen Zeit.

Wir haben Prinzz Matcha sehr unternehmerisch aufgebaut und früh gezeigt, dass Nachfrage für das Produkt vorhanden ist. Gleichzeitig gibt es Momente, in denen Geschwindigkeit entscheidend wird. Wenn sich die Chance bietet, eine neue Getränkekategorie früh zu besetzen, kann externes Kapital ein starker Beschleuniger sein. Unser Ziel ist deshalb nicht, möglichst viel Geld einzusammeln, sondern die richtigen Partner zu finden, die unsere Vision teilen und uns beim Aufbau einer führenden Marke unterstützen.

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